Piega

Was treibt eigentlich ein kleines Unternehmen im Schweizer Städtchen Horgen am Zürichsee dazu, Lautsprecher zu bauen?

Oder anders gefragt: Warum verdienen die Piega-Gründer Kurt Scheuch und Leo Greiner heute nicht ihre Brötchen als Bohrmaschinenbauer, Kunstmaler, Gitaristen-lehrer oder Topfpflanzenzüchter?

Tatsache ist, dass sie sich 1986 weder für Bohrmaschinen noch für Topfpflanzen interessierten. Hingegen waren sie überzeugt, einen Hochtöner bauen zu können, den die Welt noch nie gehört hatte.

So kam es auch: Das LDR-Bändchen übertraf alle konventionellen Kalotten-Hochtöner in Klanggenauigkeit und Wirkungsgrad bei weitem. Dabei war es erst noch robuster und über einen breiteren Frequenzbereich einsetzbar als die wenigen anderen existierenden Bändchen-Hochtöner.

Seit der Gründung der Piega SA folgten in schöner Regelmässigkeit weitere Innovationen und Premieren. Zum Beispiel schon 1989 eine Satelliten-Subwoofer Kombination. Dann der erste Säulenlautsprecher aus Metallverbund. Ein Mittelton-Bändchen. Lautsprecher mit tropfenförmigem Chromstahlgehäuse. Danach mit Aluminiumprofil. Und vieles mehr, bis zum vorläufigen Höhepunkt: Dem weltweit einzigen koaxialen Mittel-Hochton-Bändchen (2001).

Parallel dazu hat sich auch die Piega SA entwickelt. So arbeiten bei Piega SA jetzt mehr Leute als 1986. Und einzig deshalb kann Piega SA mehr Lautsprecher bauen. Seit 1986 unverändert geblieben ist nämlich der Anteil an automatischer Fertigung: Er liegt immer noch bei 0%.